24Heilpädagogische Förderung muss bereits ab Klasse 1 fester Bestandteil der individuellen Förderung, aber auch Forderung an einen Schüler / eine Schülerin mit geistiger Beeinträchtigung sein.

Sie stellt ein ausgewogenes Angebot von Förderinhalten dar, immer unter Berücksichtigung der individuellen Möglichkeiten der Schülerin/des Schülers.

Dabei steht sie/er im Mittelpunkt und es wird vom Prinzip der Ganzheitlichkeit ausgegangen.

 

Es werden folgende Bereiche berücksichtigt:

  • emotionale
  • sensorische
  • motorische
  • soziale sowie
  • kognitive Fähigkeiten und Komponenten

 

Die Förderung sowie Einzelförderung unterstützt und ergänzt die Arbeit in den Klassen, wählt geeignete Inhalte und Methoden aus, gibt den SchülerInnen Zeit und Raum, sich mit den Inhalten auseinander zu setzen.

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Die erlebnisbezogene Förderung zur sensorischen Integration soll die SchülerInnen befähigen:

  • Materialerfahrungen zu gewinnen, ihre motorischen Fähigkeiten zu erhalten oder anzubahnen.
  • Wassererfahrungen zu sammeln, um sie so auf den Schwimmunterricht vorzubereiten, Abläufe zu verinnerlichen sowie Spaß und Freude zu erleben

 

Den schwerst mehrfach beeinträchtigten SchülerInnen wird so die Möglichkeit gegeben, nonverbale Ausdrucksformen zu finden und emotionale Erfahrungen zu gewinnen.

 

Um soziale Kompetenzen auszubauen und partnerschaftliches Erleben zu fördern, setzt der Matschraum gute Impulse und Bedingungen.

Für die Basisförderung von schwerst mehrfach beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen stehen vielfältige didaktische und therapeutische Materialien und Gerätschaften zur Verfügung, um

  • optische und akustische Reize zu vermitteln
  • Ruhephasen zu schaffen sowie
  • sensible Phasen zu nutzen

 

26Neben dem Klangbett und der Klangkiste werden die Lichtbögen sowie tast- und Fühlstationen genutzt, um den Schülerinnen Entspannungstechniken zu vermitteln oder eine sehr direkte Beziehung zu sich selbst und zur unmittelbaren Umwelt aufzubauen.

Eine andere Form der heilpädagogischen Förderung ist das Gestalten von Förderlandschaften zur Wahrnehmungs-förderung, das Setzen von Bewegungsreizen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem Erleben dieser Interaktion.

Dabei liegen die Schwerpunkte auf dem Einlassen auf das Angebot und dem Setzen des eigenen Levels.

In der handlungsorientierten Förderung liegt der Schwerpunkt auf der Befähigung, soziale Kompetenzen aufzubauen, diese zu erweitern und gemeinsame Erlebnisse zu gestalten.

Gezielt wird der Schwerpunkt auf die lebenspraktische Ausrichtung von Förderungen gelegt, um die SchülerInnen anzuregen, immer selbständiger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.