Grundsätzlich wird in der Ergotherapie das Ziel verfolgt, Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, eine durch Behinderung bzw. Beeinträchtigung noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeit im Alltagsleben zu erreichen bzw. vorhandene Fähigkeiten zu erhalten.

Diese SchülerInnen werden in der Gesamtheit ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Funktionen gesehen.

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Die ergotherapeutischen Behandlungen haben die Aufgabe, die Betroffenen bei ihrer Entwicklung zu selbständigen und handlungsfähigen Menschen zu unterstützen.

 

  • In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Pädagogischen Mitarbeitern erstellt auch die Ergotherapeutin zum Schuljahresanfang einen Zeitplan für die Übungsbehandlungen einzelner Kinder und Jugendlicher, die:
  • in der körperlichen, sensorisch-perzeptiven, kognitiven oder psychischen Entwicklung beeinträchtigt sind
  • Störungen in der Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit zeigen
  • eine mangelnde Verarbeitung von Sinnesreizen aufweisen
  • mit übermäßiger Angst, Aggression, Abwehr oder Passivität auf ihre Umwelt reagieren

 

An Diagnosen sind dabei möglich:

  • Störungen bzw. Verzögerungen in der Entwicklung
  • Cerebralparese
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Anfallsleiden
  • Sinnesbeeinträchtigungen u.a.

 

Durch ergotherapeutische Behandlungen sollen folgende Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, entwickelt bzw. verbessert werden:

  • Bewegungsabläufe und Koordination
  • manuelle Geschicklichkeit
  • Steuerungsprozesse (Konzentration und Ausdauer)
  • Umweltwahrnehmung
  • Motivation und Kommunikation
  • Belastungs- und Grundarbeitsfähigkeit

 

Die Therapieeinheiten dauern in der Regel 45 Minuten und werden in Einzel- oder Gruppenarbeit durchgeführt.

Dazu stehen der Snoezelenraum für die Yogagruppe und für Entspannungsübungen, der Dunkelraum für die Arbeit mit der Lichtbox für die Wahrnehmungsförderung aber auch der Keramikraum für therapeutisches Töpfern sowie der Matschraum zur Förderung der Sinneswahrnehmung zur Verfügung.

Außerdem unterstützt die Ergotherapeutin den Werkunterricht in der Werkstufe prozessimmanent. Hier werden handwerkliche Techniken zur Vorbereitung auf das Arbeitsleben trainiert und Belastungen ausgetestet.

Für die Angebote können höhenverstellbare Tische und Stühle, verschiedene Spiel- und Therapiematerialien, eine Hängematte, Balanciermöglichkeiten, Rollbretter u.v.m. genutzt werden.

Bei der Einnahme des Essens unterstützt die Ergotherapeutin die Klassenteams, in dem bei einigen SchülerInnen eine Esstherapie durchgeführt wird.